Die Schritte zur optimalen Seitenstruktur einer Website

Was versteht man unter einer Seitenstruktur?

Kurz gesagt beschreibt die Seitenstruktur den Aufbau einer Website. Dieser besteht aus der Homepage, den verschiedenen Unterseiten und der Navigation.
Eine gut durchdachte Struktur ĂĽbt sich positiv auf die Usability und somit auch auf die Bewertung durch Google aus.
Daher ist es besonders wichtig, eine klare Untergliederung der Seiten zu schaffen. Die Homepage sollte übersichtlich gestaltet sein und der Nutzer leicht durch die einzelnen Pages navigieren können.
Ebenso ermöglicht eine Verwendung von Sitemaps dem Bot die Website einfacher zu verstehen.
Auf welche einzelnen Punkte es zu achten gilt und wie man die Seitenstruktur benutzer- und crawlerfreundlich aufbaut, wird anhand der folgenden Punkte beschrieben.

Wie erreicht man die perfekte Seitenstruktur?

Grundlegende Struktur und Kategorien aufstellen

Der erste Schritt besteht darin den Zweck und die Zielgruppe zu bestimmen, für welche die Informationen auf der Website bereitgestellt werden sollen. Der zweite Schritt umfasst die konkrete Formulierung dieser Inhalte. Wichtig ist auch, sich mit dem USP, dem sogenannten Alleinstellungsmerkmal, der Firma zu beschäftigen. Das, was die Marke von anderen ihrer Branche unterscheidet, sollte unbedingt Platz in der Planung der Websitenstruktur finden.
Auf Basis dessen lässt sich nun die Anzahl der Landingpages bestimmen, die nötig sind alle Informationen klar abzubilden.
Einzelne Inhalte sollten daher logisch in Kategorien dargestellt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass sich keine doppelten Inhalte einschleichen.
Klassisch ist der Einstieg auf der Homepage, von welcher verschiedene Top-Kategorien abgehen, die wiederrum in Sub-Kategorien (Unterkategorien) untergliedert sind, die einen Klick tiefer weitere Sub-Kategorien beinhalten.
Einem neuen Website-Besucher muss anhand der Seitenstruktur schnell ersichtlich sein, wo er das Produkt oder die Information seines Wunsches findet.
Eine mögliche Gliederung wäre am Beispiel hornbach.de ein Einstieg von der Startseite aus in die Hauptkategorie „Sortiment“, in welcher weiter untergliedert alle Produkte zu finden sind, die das Unternehmen anbietet. Eine Sub-Kategorie tiefer bei „Garten“ lässt sich erneut kategorisieren zwischen den angebotenen Produkten rund um die Arbeit und Freizeit im Garten, wie zum Beispiel dem „Gartenwerkzeug“. In weiteren Unterkategorien sind sämtliche Gartengeräte aufgelistet. Hier hat der Nutzer eine Auswahl zwischen „Gartenscheren“, „Astscheren“ usw..

Eine intuitive Navigation schaffen

In erster Linie ermöglicht die Navigation dem Nutzer sich auf der Website zurechtzufinden. Als Einstiegspunkt dient die Startseite, wovon sich der User (oder auch der Google Cralwer) durch die einzelnen Kategorien auf weitere Unterseiten bewegen kann.
Eine Navigation ist dann gut strukturiert, wenn der Nutzer schnell auf seine Zielseiten gelangt und nicht lange danach suchen muss.
Die Hauptnavigation sollte bestenfalls auf der linken Seite platziert sein und aus zwei bis zehn MenĂĽpunkten bestehen.
In Bezug auf die Klicktiefe bieten sich drei Unterebenen an. Beispielsweise Ebene 1: Damen – Ebene 2: Kleider – Ebene 3: Partykleider. Falls weitere Hierarchieebenen nötig sind, sollten diese logisch fĂĽr den User nachvollziehbar sein. Damit der Nutzer sich auch auf tieferen Ebenen zurechtfinden kann, bietet sich eine sogenannte Breadcrumb-Navigation an. So fällt es den Usern leichter auf vorausgegangene Kategorien oder auch auf die Startseite zurĂĽckzuspringen. Auch das Logo, welches auf die Startseite verlinkt, kann den Nutzern dabei helfen, immer wieder schnell den Weg zurĂĽck auf die Homepage zu finden.

Unterseiten sinnvoll benennen

Wie bereits bei den Kategorien ist es sinnvoll, auch die Unterseiten eindeutig zu benennen, damit dem Nutzer erkenntlich ist, wohin der Link führt. Eine kurze Keyword-Recherche bietet sich an, um herauszufinden, welchen Begriff ein potenzieller Kunde am meisten sucht, wenn er die jeweilige Leistung in Anspruch nehmen möchte. Kurze Begriffe sind besonders wichtig, damit die Navigation übersichtlich bleibt.

Interne Textverlinkungen nutzen

Mit internen Verlinkungen stellt man sicher, dass inhaltlich verwandte Seiten miteinander verknüpft werden. Damit wird dem Crawler einerseits ersichtlich, welche Unterseiten kontextuell zusammengehören, andererseits ist es ein Hinweis auf die Relevanz der Seiten.
Auch Usern wird es erleichtert, schneller zwischen ähnlichen Seiten zu wechseln.
Bei der Verlinkung der einzelnen Seiten ist darauf zu achten, dass Textlinks anstatt von Grafiken verwendet werden, da sie vom Bot besser gelesen werden können. Bei der Benennung der Links ist die Verwendung relevanter Keywords zu empfehlen, die sich am umgebenden Text orientieren.
Es empfiehlt sich auch interne Links immer wieder auf ihre Funktion zu prĂĽfen.

HTML-Sitemap und XML-Sitemap erstellen

Eine XML-Sitemap hilft dem Google-Bot die Seitenstruktur der Website schneller zu erfassen und damit auch leichter zu indexieren. Darin enthalten sind alle erreichbaren URLs der Unterseiten, welche in den Index aufgenommen werden sollen. Optional können Angaben zur Priorität, wie dem letzten Änderungszeitraum oder auch der Änderungshäufigkeit gegeben werden.
Der Vorteil einer XML-Sitemap ist, dass eine neue Website schneller indexiert wird und Google Änderungen (wie neue URLs) leichter erkennen kann. Es sollte zudem darauf geachtet werden, dass die Sitemap nur URLs derselben Domain beinhaltet und diese zugänglich für den Crawler sind. Was man bei der Erstellung einer XML-Sitemap ebenfalls beachten muss, kann im Google Support Bereich nachgelesen werden.
Im letzten Schritt sollte natĂĽrlich die robots.txt auf die XML-Sitemap hingewiesen werden. Dazu dient die dort geschriebene Verlinkung Sitemap: http://www.meine-website.de/sitemap.xml.
Eine HTML-Sitemap hingegen dient dazu dem Nutzer einen Ăśberblick ĂĽber das Verzeichnis aller Seiten zu verschaffen. Von dort aus kann der User diese Seiten direkt aufrufen. Eine HTML-Sitemap wird als eigene Seite auf der Website eingebunden.