Bilder-SEO 
Wie du mit Bildoptimierung Rankings erzielst

Wie wichtig Bilder für eine erfüllte Suchintention sind, zeigt die Bildersuche innerhalb der Universal Search von Google.

Aber nicht nur dort, auch in den organischen Suchergebnissen sind Bilder ein fester Bestandteil.

Insbesondere bei transaktionalen Suchanfragen fungieren visuelle Darstellungen eines Produkts als Eyecatcher und steigern die Klickrate.

Da sich Inhalte meist leichter in Grafiken oder Bildern darstellen lassen und Nutzer gerne darauf zurückgreifen, ist Bilder-SEO unumgänglich.

Worauf man bei der Bilderoptimierung achten sollte und wodurch Rankings erzielt werden, erklärt der folgende Artikel.

Bilder optimieren – Was sind die Rankingfaktoren?

Damit Google die Bilder richtig auslesen kann, benötigt er einige Informationen, die

im HTML und rund um das Bild zur Verfügung gestellt werden müssen.

Dazu zählen

  • das Alt-Tag
  • der Title-Tag
  • der Dateiname
  • das Dateiformat und die Dateigröße
  • die Bildgröße und das Bildformat
  • die Bildunterschrift und der umliegende Text
  • Strukturierte Daten
  • Bilder-Sitemaps
  • Verlinkungen (Mehrfachverwendung)
  • Aktualität und Originalität

Alt-Attribut

Der „Alt-Text“ beschreibt das Bild, wenn es aufgrund von technischen Problemen nicht angezeigt werden kann. Für die barrierefreie Darstellung deiner Website, ist das Attribut sehr wichtig.

Der alt-Tag sollte unbedingt ein signifikantes Keyword beinhalten, zwei bis sechs Wörter lang sein und genau zusammenfassen, was auf dem Bild dargestellt wird.

Title-Attribut

Der Bildtitel (Meta-Title) erscheint, wenn man mit der Maus über das Bild hovert. Das title-Attribut verbessert die UX und sollte dem alt-Tag ähneln, aber nicht gleichen. Auch hier ist es wichtig darauf zu achten, dass ein relevantes Keyword im Titel untergebracht ist.

Der Dateiname

Als wichtigstes Element gilt der Dateiname. Der Seiteninhalt und der Bildname sollten in jedem Fall harmonieren. Für die Optimierung ist wichtig, dass der Dateiname das Hauptkeyword beinhaltet. Das macht es Google leichter, das Bild dem entsprechenden Suchbegriff zuzuordnen. Am besten hält man den Dateinamen für den Browser einfach – heißt, in Kleinbuchstaben und frei von Umlauten sowie mit Bindestrichen statt Leerzeichen. Für das spätere Ranking des Bildes ist ein passender Bildname von hoher Bedeutung.

Das Dateiformat und die Dateigröße

Das geeignete Dateiformat und -größe beeinflusst wie schnell eine Bild-URL gecrawlt und somit indexiert wird. Außerdem wirkt sie sich auf die Ladezeit der Seite aus.

Als optimale Dateiformate gelten in der Regel JPG oder JPEG, PNG und GIF. Diese benötigen am wenigsten Speicherplatz.

Für Grafiken ist PNG von Vorteil, Bilder sollten am besten in JPG formatiert werden. Um auch Bilder mit kleiner Dateigröße hochauflösend darzustellen, bietet sich FLIF oder HEIF an.

Um auf den Page Speed einer Seite zu achten, ist auch eine optimierte Bilddateigröße notwendig.

Mit einer Dateigröße von 150 kB tragen hochauflösende Bilder dazu bei schnell geladen zu werden.

Die Bildgröße und das Bildformat

Um in der Bildersuche zu ranken sind zu kleine Bilder unvorteilhaft. Allerdings muss auch hier auf die Ladegeschwindigkeit geachtet werden, die oft durch die Größe der Bilddateien negativ beeinflusst wird.

Mit einer Bildgröße von 300 Pixeln ist man gut aufgestellt.

In der Universal Search Bildersuche weisen Bilder im exakten 4:3 Format oder im Querformat eine höhere Klickrate auf und werden von Google präferiert.

Die Bildunterschrift und der umliegende Text

Die Bildunterschrift sowie der umliegende Text sind sowohl für den User, als auch für Google lesbar. Wie auch beim Dateinamen sollte sich die Bildunterschrift auf die Bilddarstellung beziehen. Inhaltlich ist relevant, dass die Unterschrift ebenso ein relevantes Keyword aufweist. Wenn der Inhalt des umliegenden Textes mit dem Bild kompatibel ist, steigert das natürlich die Chance, dass der Nutzer auf der Seite verweilt und den Content liest.

Strukturierte Daten

Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Verwendung von Markups, um dem Bot Informationen zum Bild zu geben. Zur Auszeichnung mit strukturierten Daten bietet sich schema.org an. So können im Rich Snippet von Rezepten beispielsweise auch die Bilder entsprechend ausgezeichnet werden.

Bilder-Sitemap

Bei der Image-Sitemap handelt es sich um eine XML-Sitemap rein für Bilder. Werden Bilder in einer Sitemap getrennt dargestellt, erhöht dies die Chancen auf ein besseres Ranking in der Bildersuche, da der Bot somit einfacher feststellt, auf welcher Domain ein Bild zu finden ist.

Verlinkungen (Mehrfachverwendung eines Bildes)

Eine Mehrfachverwendung vom Bildmaterial findet statt, wenn im Rahmen von Hotlinking verschiedene Seiten in ihrem Kontext auf eine angebotene Bilddatei verlinken oder diese selbst einbauen. Natürlich wird diese Datei nun von Google als relevant eingestuft, jedoch muss eine Entscheidung über die linkende Quelle getroffen werden. Von welcher Seite das Bild letztendlich in der Bildersuche dargestellt wird, bestimmt Google anhand von Kriterien wie der Trust Authority.

Starke Backlinks zeigen Google, welche Seiten für die Nutzer wichtig sein könnten. Zwar üben sich Backlinks nicht direkt auf das Bilder-Ranking aus, aber Google schenkt einer Seite durch sie mehr Vertrauen.

Aktualität und Originalität

Da Google auf die Aktualität von Inhalten achtet, sollten auch Bilder immer wieder aktualisiert werden. Dies bietet sich an, wenn im Zuge dessen auch der Text erneuert wird. Außerdem versprechen Originalbilder mehr Chancen auf ein besseres Ranking. Eine selbstgestaltete Infografik wird im Gegensatz zu einem Stockfoto nämlich nur in einem Kontext verwendet.

Bei der Nutzung von Stockfotos sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, die Originalquelle entsprechend zu bezeichnen, um keine Urheberrechte zu verletzen.

Vorteile von Bilder-SEO

Ganz klar ist, dass optimierte Bilder die Gesamtsichtbarkeit einer Seite erhöhen, da sie einmal in den organischen Suchergebnissen erscheinen, als auch in der Universal Search ranken können. Der Klick auf ein ansprechendes Bild in der Bildersuche führt meist auch auf die Website, wodurch der Traffic zunimmt. Achtet man auf die Vorgaben zur Datei- und Bildgröße steigert sich die Usability, da Nutzer mit dem Smartphone nicht auf langsam ladende Bilder warten müssen. Durch dem Umstieg auf Mobile First ist eine Komprimierung von hochauflösenden Bildern also unumgänglich für ein gutes Ranking.

Themenrelevante Attribute, die Qualität der Bilder sowie Browser-freundliche Formatierungen geben der Website nicht nur für Google mehr Relevanz, sondern steigern auch das Nutzererlebnis.